Rund 250 Pilgerinnen und Pilger aus der Pfarreiengemeinschaft Oberwesel im Dekanat St. Goar machten sich in der letzten Ferienwoche auf, um sich traditionsgemäß mit Schiff, Auto oder gar zu Fuß oder auch mit dem Rad nach Bornhofen ins Wallfahrtskloster der Franziskaner zu bewegen.

Dieser Weg sollte im Jahr der Barmherzigkeit ein besonderer werden, da sich auch in Bornhofen eine Pforte der Barmherzigkeit befindet. Die Pforte der Barmherzigkeit zu durchschreiten, ist eine außergewöhnliche Gnade, die nur alle 25 Jahre gewährt wird. So nahm auch Pastor Manfred Weber die Barmherzigkeit in den Mittelpunkt seiner Predigt im Hauptgottesdienst. Die offene Tür versinnbildlicht das Eintreten in die Gegenwart Gottes. Ein offenes Haus, eine offene Kirche, lädt uns aufs herzlichste ein; und auch wir können Türöffner sein.

Maria steht in Bornhofen für Barmherzigkeit, die die Liebe zum Mit-Menschen voraussetzt, dies ist die zentrale Aussage des von Papst Franziskus ausgerufenen Jahres der Barmherzigkeit. Wenn wir diese Liebe Gottes annehmen und weitergeben, stehen uns alle Türen offen. Neben Bornhofen gibt es in Trier, Maria Laach, Klausen und Remagen jeweils eine Pforte der Barmherzigkeit. Maria als Zeichen der Hoffnung und des Trostes soll Mut machen auf dem Weg des täglichen Lebens. Solche Hoffnungszeichen braucht der Mensch, um einmal innezuhalten und sich neu zu besinnen. Bornhofen ist dabei für die Pilgerinnen und Pilger aus der Verbandsgemeinde St. Goar-Oberwesel wieder zu einem Ort und Tag der Ermutigung geworden.

Quelle: Mittelrheinnachrichten 2016/36