„Unser ehrgeiziges Vorhaben, die Bildtafeln und den Hochaltar in der katholischen Pfarrkirche in St. Goar und damit ein Juwel spätgotischer Tafelmalerei und neugotischer Altarbaukunst zeitnah vor dem Verfall zu retten, ist greifbar nah.“ Dieses Ergebnis gab Walter Mallmann, Vorsitzender des im August des vergangenen Jahres eigens gegründeten Fördervereins, im Anschluss an dessen jüngste Vorstandssitzung bekannt.

Bei dem vierflügeligen Hochaltar handelt es sich nach Aussage renommierter Kunstexperten um ein Hauptwerk neugotischer Altarbaukunst Ende des 19. Jahrhunderts im Rheintal. Für die Gesamtmaßnahme zum Erhalt der Tafelmalerei und des Hochaltars war ein Betrag von 43.000 Euro aufzubringen.

Laut dem Kassenzwischenbericht des Vereinsschatzmeisters Gerhard Rolinger fehlen zurzeit noch rund 4.000 Euro. Die für den guten Zweck bisher eingenommenen Mittel setzen sich aus Zuschüssen des Bistums Trier, der Landesdenkmalpflege, der Kreissparkasse Rhein-Hunsrück, persönlichen Spenden und vor allem aus dem Erlös der vom Förderverein initiierten Benefizveranstaltungen zusammen. Pastor Manfred Weber zeigte sich von dem innerhalb von zehn Monaten erzielten Ergebnis überwältigt und freut sich darauf, das hochwertige Inventar alsbald wieder in seiner Kirche zu haben.

Da bereits aus Anlass runder Geburtstage in den nächsten Wochen mehrere Spenden avisiert sind, bittet jetzt der Vorstand des Fördervereins seine Mitglieder damit einverstanden zu sein, einen einmaligen Sonderbeitrag in Höhe des normalen Jahresbeitrages zu leisten. Damit wäre das Projekt voll finanziert, der Verein hätte seinen Zweck erfüllt und könnte aufgelöst werden. Aus diesem erfreulichen Anlass ist bereits eine außerordentliche Mitgliederversammlung für den 22. Juni 2010 terminiert.