Die Skulptur des Heiligen Goar

Die moderne, vom Urbarer Künstler Willy Heinzen aus Bronze geschaffene Skulptur des Heiligen Goar wurde am
6. Juli 2003 enthüllt und am 9. November 2003 vom Trierer Bischof Reinhard Marx gesegnet.

Diese Skulptur ist ein modernes Kunstwerk, das durch seine symbolischen Ausdrucksformen auf den Betrachter wirkt.

Erläuterung der Symbolik

Die Skulptur besteht aus zwei Teilen:

Das Göttliche öffnet sich dem Menschlichen: Die Spange, die einen Kelch mit Hostie (Kreuz, Wein, Brot) darstellt, symbolisiert die sakramentale Wirkung, durch die das Göttliche in das Menschliche dringt. Die Sakramente sind die sichtbaren Zeichen des unsichtbaren Wirkens Gottes. Der hl. Goar war ein Priester, das heißt ein Spender der Sakramente.

Die großen Ohren bedeuten: Er hörte sowohl das Wort Gottes als auch die Sorgen der Menschen.

Die großen Augen bedeuten: Er sah die Not der Menschen und half ihnen – eine segnende Hand und eine gebende Hand: Die Sorge des Heiligen umfasst die ganze menschliche Wirklichkeit.

Die Silhouette der Kirche symbolisiert eine Herberge oder ein Hospiz. Goar nährte die Menschen mit zweierlei Nahrung: mit geistlicher und materieller, er kümmerte sich um die Seele und den Leib der Menschen.

Von der Spange gehen zwei Strahlen nach unten. Sie symbolisieren zugleich die Sonnenstrahlen aus der Legende vom hl. Goar und die Öffnung des Göttlichen zum Menschlichen. Die Linien vom Kreuz nach unten, Brot und Wein, bedeuten Gnade und Heil.

Die Stellung der gespreizten Füße drückt Standhaftigkeit aus: Ein Mann Gottes, der ganz Ohr für das Wort Gottes und ganz Auge für die Not der Menschen ist, ist standhaft im Glauben. Der Mantel symbolisiert den Schutz Gottes über die ganze menschliche Wirklichkeit.

Von hinten betrachtet wirkt die Skulptur wie ein Kirchturm, ein Zwiebelturm, wie wir ihn in Bayern oft sehen. Der Kirchturm ist Symbol der Standfestigkeit und wie ein Fingerzeig weist er den Menschen nach oben zum Göttlichen hin.


Fotos von der Enthüllung und Einsegnung der Skulptur "Heiliger Goar"

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