Die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) begrüßt erleichtert das Bekenntnis des 114. Deutschen Ärztetages zum Verbot der Tötung auf Verlangen und der Hilfe zur Selbsttötung. Mit der Änderung in der Berufsordnung hat der Ärztetag hier Klarheit geschaffen.
Eine Gesellschaft, in der dem Sterben und Leiden mit Tötung auf Verlangen oder assistiertem Suizid begegnet wird, ist unmenschlich.
Die kfd setze sich demgegenüber nachdrücklich dafür ein, Leiden und Sterben als Teil des menschlichen Lebens anzunehmen. Dringend erforderlich ist aber auch, die Rahmenbedingungen für Pflegebedürftige, pflegende Angehörige und Sterbende so zu verbessern, dass Leben in Würde bis zuletzt möglich ist. Die palliativmedizinische Betreuung und die Förderung der haupt- und ehrenamtlichen Sterbebegleitung muss deutlich ausgebaut werden.

Der kfd-Bundesverband ist Herausgeber der Broschüre Leben bis zuletzt mit Informationen und Empfehlungen zu den Themen Pflege, Patientenverfügung und Sterbebegleitung. In einem Modellprojekt schult der Verband aktuell auch Frauen, die später vor Ort Pflegebegleiterinnen-Gruppen aufbauen sollen. Die ehrenamtlichen Pflegebegleiterinnen unterstützen pflegende Angehörige durch Anteilnahme und Orientierungshilfen in schwierigen Alltagssituationen.