Der Jahreswechsel gab Anlass für die Kath. öffentliche Bücherei Urbar, Bilanz für das Jahr 2011 zu ziehen. Mit 3297 Entleihungen wurde wieder ein gutes Ausleihergebnis erzielt, das im Schnitt der letzten Jahre liegt. Die Zahl der Leser betrug 198. Der Gesamtbestand an Medien (Bücher, Spiele, MCs, CDs, Videos, CD-ROMs, DVDs) betrug 4369. Darüber hinaus standen 6 Zeitschriftenabonnements (u. a. „Test“, „Finanztest“ und „c’t Magazin für Computertechnik“) und 300 Medien als Leihbestände der Ergänzungsbücherei des Bistums Trier zur Verfügung. Zusätzlich zu den aktuellen Zeitschriftenzugängen konnten 211 Neueinstellungen vorgenommen werden. Darin enthalten sind 25 geschenkte Medien (überwiegend Hörbü-cher). Das Angebot wurde abgerundet durch 13 Veranstaltungen, und zwar 10 Vorlesestunden, 2 Ausstellungen und 1 Bib-fit-Aktion für Kindergartenkinder (intensive Einführung in den Büchereibetrieb für die „Großen“ an jeweils vier Vormittagen mit Erwerb des „Bibliotheksführerscheins“).

An Finanzmitteln standen knapp 2550 € bereit, die zu über 94 % der Beschaffung neuer Medien dienten. Sie stammten u. a. aus Spenden (fast 600 €), den Zuwendungen des Borromäusvereins, des Bistums Trier, der Kirchengemeinde, des Rhein-Hunsrück-Kreises und der Zivilgemeinde. Diese stellte darüber hinaus den Büchereiraum miet- und nebenkostenfrei bereit. Die Gewinnbeteiligung des Borromäusvereins in Höhe von rund 850 € war das Entgelt dafür, dass von den Benutzern der Bücherei Medien im Werte von über 6000 € zum Eigenbesitz erworben worden waren.

Das Bücherei-Team besteht aus neun Personen. Punktuell waren etwa 20 weitere Personen im ehrenamtlichen Einsatz. Insgesamt wurden ca. 1000 Arbeitsstunden erbracht, was einem Gegenwert von 10.000 € entspricht.

Die Büchereileitung hat ihre Bemühungen zur Leseerziehung verstärkt, indem sie beispielsweise Kinder in die Gestaltung der monatlichen Vorlesestunden aktiv mit einbindet und beispielsweise das Wahrnehmungs- und Tastgefühl aktiviert. Auch wenn Nicht-Buch-Medien auf viele Kinder eine starke Anziehungskraft ausüben, wird nach wie vor das Buch in der Bücherei den ersten Stellenwert behalten. Die Nicht-Buch-Medien sind eine – allerdings unterschiedlich zu gewichtende – Bestandsergänzung. So haben in der Bücherei Urbar die mehr als 200 Spiele weiterhin wegen ihres pädagogischen und gemeinschaftsfördernden Wertes eine wichtige Funktion. Auch die gute Akzeptanz von Hörbüchern ist erfreulich, denn ihre Entleiher nutzen ihre Zeit sinnvoll, in dem sie sich beispielsweise auf langen beruflichen Autofahrten oder bei der Hausarbeit – wenn also Lesen nicht möglich ist – Literatur vermitteln lassen.

Getreu dem irischen Sprichwort „Lieber barfuß als ohne Buch“ wird die Bücherei Urbar versuchen, auch im neuen Jahr Bücher und andere geeignete Medien an den Mann, die Frau und das Kind zu bringen.